Mietzinserhöhung

  • Mietzinserhöhung formell und rechnerisch prüfen
  • Bei Fragen Fachleute konsultieren
  • 30 Tage Frist zur Anfechtung Mietzinserhöhung nicht verpassen

Gründe für eine Mietzinserhöhung

Der Vermieter darf den Mietzins erhöhen, wenn die Teuerung steigt, der Referenzzinssatz angehoben worden ist, die Unterhalts- und Betriebskosten tatsächlich angestiegen sind (Allgemeine Kostensteigerung) oder grössere Umbauten oder Renovationen gemacht worden sind. Manchmal versuchen Vermieter auch, eine Erhöhung mit Orts- und Quartierüblichkeit zu begründen. Prüfen Sie als Mieterin oder Mieter eine Mietzinserhöhung immer genau. 

Mietzinserhöhung mit dem Mietzinsrechner prüfen

Die Mietzinserhöhung muss der Vermieter auf einem amtlichen Formular mitteilen. Auf dem Formular muss stehen, aus welchem Grund der Mietzins erhöht wird. Ob die Mietzinserhöhung betragsmässig gerechtfertigt ist, können Sie mit dem Mietzinsrechner ermitteln. Die Mietzinserhöhung können Sie auch durch den Mieterinnen- und Mieterverband (MV) oder durch die Schlichtungsbehörde überprüfen lassen. Bei der Überprüfung der Mietzinserhöhung geht man von der letzten verbindlichen Mietzinsbasis (letzte Erhöhung/Mietvertrag/gerichtlicher Vergleich) aus. Falls der Vermieter also in der Vergangenheit den Mietzins nicht genügend gesenkt hat (Referenzzinssatz), ist die aktuelle Mietzinserhöhung die letzte Gelegenheit, dies zu korrigieren. Der Vermieter kann den Mietzins immer erst auf den nächsten Kündigungstermin anheben. Die Mietzinserhöhung muss mindestens 10 Tage vor Beginn der ordentlichen Kündigungsfrist beim Mieter eintreffen.

Mietzinserhöhung anfechten

Wenn Sie mit der Erhöhung nicht einverstanden sind, müssen Sie diese innert 30 Tagen ab Erhalt bei der Schlichtungsbehörde Ihres Wohnbezirks (nicht jenes des Vermieter) anfechten. Den Brief müssen alle Personen unterzeichnen, die im Mietvertrag aufgeführt sind. Bei Familienwohnungen müssen beide Ehepartner unterschreiben. Legen Sie dem Brief Kopien des ursprünglichen Mietvertrages und der vergangenen Mietzinsänderungen inkl. der letzten Erhöhung bei. Senden Sie den Brief unbedingt per Einschreiben ab.

30-tägige Anfechtungsfrist nicht verpassen

Für eine Anfechtung hat der Mieter 30 Tage Zeit. Wer diese Frist zur Anfechtung verpasst, muss künftig die höhere Miete bezahlen, auch wenn der Aufschlag nicht gerechtfertigt ist. Bei der Anfechtung wird der Vermieter automatisch von der Schlichtungsbehörde informiert und beide Parteien erhalten eine Vorladung mit dem Verhandlungstermin. Ein Rückzug ist jederzeit möglich, z.B. wenn sich die beiden Parteien vorgängig einigen können.

Fallbeispiele aus dem Alltag

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Mietzinserhöhung

Die Broschüre zeigt Ihnen, ob eine Mietzinserhöhung berechtigt ist und ob noch frühere Hypozinssenkungen zu berücksichtigen sind (24 Seiten)